Washington Tag 1 (30.05.)

Washington

Als wir in Washington angekommen sind, haben wir erstmal wie die Profis die Metrohaltestelle aufgesucht, um dort die Metro zum Hotel zu nehmen. „Hotel?“ wird sich da der aufmerksame Leser wundern. „warum nicht Air BnB?“.

Wir hatten einige Air BnB Leute angeschrieben wobei wir nach einigen Absagen überraschenderweise eine andere Absage bekommen hatten. Diesmal allerdings eine ganz nette. Die Putzfrau käme erst am Tag nach unserer Ankunft in Washington, wir könnten ja am ersten Tag ins Hotel gehen und dann bei Bedarf die Anfrage aktualisieren für die zwei darauffolgenden Tage / bzw. Nächte. Gesagt, getan. Beim Automaten scheiterten wir beim Rauslassen der Tickets und mussten uns durchfragen. Im Hotel „Bier Tavern“ (ja, mit „ie“) liessen wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg die Nachmittagssonne zu nutzen und die Stadt zu erkunden. Der Plan war, an dem Tag erstmals die Stadt zu Fuss zu erkunden und am nächsten Tag eventuell in die Museen zu gehen. Also gab es das volle Programm. Zum Weissen Haus, an alten Häusern vorbei, die alle irgendeine Institution beheimateten, Richtung Chinatown (der Hase mag Dumplings, hatte dort aber doch keinen Hunger), zum Capitol, an der National Mall entlang, vorbei an den diversesten Museen, dort in einem Skulpturengarten rein, dann vom Washington Monument zum Lincoln Memorial um von da über die Brücke nach Arlington zu kommen um den berühmten Friedhof zu sehen und von da aussenrum Richtung Georgetown. Dazwischen immer mal wieder ein paar kleinere Monumente und Sehenswürdigkeiten.

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Der werte Leser ist erschlagen von dieser Aufzählung? Wir waren erschöpft vom hin und her Laufen. Stundenlang und ohne Pause.

Bemerkenswert war vor allem, wie kompakt und gleichzeitig auch wie weitläufig diese Stadt ist. Alle wichtigen Gebäude sind auf so engen Raum zusammen aber durch die kleinen Häuser und die breiten Strassen wirkt alles so weitläufig. Na gut, der Eindruck, dass Washington weitläufig ist kam vielleicht auch daher, dass wir nie direkte Wege genommen haben und ständig Umwege gelaufen sind.

Aber mein Highlight dieses Rundgangs war für mich weder das Weisse Haus, noch eines der Monumente, sondern der Skulpturen-Garten. Diverseste Künstler die teilweise eher für ihre Bilder bekannt sind haben dort ein Kunstwerk hinterlassen. Wir sind einmal durchgelaufen und als wir am Café vorbei Richtung Ausgang gelaufen sind sehen wir zwischen den Bäumen etwas farbiges. Auf den ersten Blick dachten wir, dass es sich hierbei um ein Graffiti handeln muss. Dann haben wir aber festgestellt, das in der dunklen Ecke hinter dem Café ein grosses Mosaik zu sehen war, gut versteckt in den Bäumen. Keiner schien Interesse daran zu haben, so dass wir den Chagall ganz alleine geniessen könnten. Das klingt vielleicht übertrieben theatralisch, aber es ist wirklich sehr beeindruckend, wenn man zwischen einiger Bäume auf einer Steinbank sitzt und unbemerkt von anderen ein solches Kunstwerk betrachten kann.

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Am Abend haben wir uns dann mit Müh und Not nach Georgetown gekämpft,  wobei uns auffiel,  dass es zum einen ein cooles Eckchen ist und zum anderen Freitag Abend war. Die Strassen waren brechend voll und die Hälfte der Leute entschied sich, dass ein Samstagabend am besten in der Schlange zu einem Cupcake Laden verbracht werden kann.

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Wir suchten stattdessen etwas richtiges zu essen und landeten beim Vietnamesen. Dort gab es zumindest als Vorspeise Dumplings für den Hasen. Aufgrund des akuten Hungergefühls gibt es keine fotografische Dokumentation dieses Essen. Es war lecker und entsprechend schnell vernichtet.

Anschliessend haben wir interessehalber nachgeschaut, wie lang die Schlange war und festgestellt, dass der Laden um 9 pm geschlossen hatte und entsprechen nur noch ca 20 Menschen davorstanden weil es wohl cool war, an der Ecke zu stehen.

Die nächsten 15 Minuten sind wir ins Hotel gekrochen und ins Bett gefallen.

Food in Philadelphia (29.06.-30.06.2015)

Am Freitag sind wir erstmal zum Reading Terminal Market gegangen. Da wir absolut planlos nach Philadelphia gefahren sind und keine Ahnung hatten, was man dort eigentlich gross machen kann, mussten wir erst ordentlich in Google recherchieren. Suchbegriff „Philadelphia to do“. Dabei haben wir gelernt, dass der Markt die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit ist (natürlich je nach Zählart und Statistik). Was Essen angeht muss man uns aber generell nicht lange überreden, also haben wir uns morgens auf dem Weg gemacht und festgestellt,  dass der Markt direkt im Gebäude neben dem Busbahnhof stattfindet. Der Markt war super. Es gab einzelne Stände mit Gemüse und Sachen fürzu Hause, aber in erster Linie war er voll mit Essensständen.

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Um nicht zuviel Platz im Magen unnötig zu verschwenden,  haben wir uns entschlossen, besser nur eine Portion einer Sache zu nehmen und dann noch etwas anderes zu essen. Erst gab es Jambalaya, ein Reisgericht aus Jamaika und den Südstaten. Hatte es zwar schon mehrmals gehört, aber noch nie gegessen.

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War ganz nett, aber wir waren auch froh, nur eine Portion genommen zu haben. Anschliessend fiel unsere Entscheidung auf Strawberry Pancakes von den Dutch People. Das sind nicht etwa Holländer, wie der Name vermuten lässt, sondern die Bezeichnung für die religiösen Gemeinschaften (Mennuniten, Amish People…), die unter anderem auch östlich vo  Philadelphia ansässige sind. Die Entscheidung nur eine Portion zu nehmen, erwiess sich als sehr vorausschauend.  Neben uns an der Bar saß ein Pärchen,  die erst je eine Portion Oatmeal hatten, bevor dann zwei Portionen Panncakes und eine Portion etwas anderes kamen. Die beiden haben uns für unsere Voraussicht beneidet. Anbei unsere Portion Panncakes, die von der Kellnerin schon auf zwei Teller gebracht wurde (Besteck hat die gleichen Dimensionen wie in Europa):

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Beim rechten Teller (Hase) sieht man noch etwas von dem Butterklops, der mitgeliefert wurde. Ich hingegen habe die komplette Butter auf dem Pancake schmelzen lassen *stolz*

Gut gesättigt haben wir uns dann dran gemacht die Stadt zu erkunden. Philly hat sicher mehr zu bieten, als nur den Prinz von BelAir. Nach dem Kulturprogramm von New York wollten wir es ruhig angehen lassen. Nach der Besichtigung der Liberty Bell (nur von aussen, da wir keine Lust hatten, uns zwischen irgendwelche Schulklassen zu zwängen) ging es im Zickzack Kurs durch die Stadt.

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Wir kamen an der Altstadt vorbei, sind durch Parks gelaufen, haben vor dem Schiffsmuseum Schiffe und U-Boote vor Anker liegen sehen, haben der Rocky Statue einen Besuch abgestattet und haben das älteste Gefängnis der USA gesehen.
 

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Außerdem haben wir sehr viele Wandmalereien gesehen, die man nicht nur als Graffitis bezeichnen kann. Anbei eine kleine Auswahl:

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Am Abend haben wir ewig gesucht,  bis wir uns entschieden haben, wo wir essen wollten.  Das lag nicht daran, dass es nichts ansprechendes gab, sondern im Gegenteil daran, dass die Auswahl zu groß war. Man dachte immer, dass der nächste Laden vielleicht noch toller wäre.
Am Ende sind wir in einen Laden, der keine Karte im Fenster hatte, weshalb wir wohl beide unsere Idealvorstellungen hatten. Das Essen war in Ordnung,  aber die Portionen winzig. OK, das lag wohlauch an unserer Auswahl, denn die Sandwiches des alten Paares neben uns waren riesig.

Wir hatten drei Sachen genommen. Einmal Ceviche,  was unter Vorspeisen stand und von dem Teil Sachen zum Teilen gab es den gegrillten Oktapus und einmal Roasted Bone Marrow (worunter wir uns absolut nichts vorstellen konnten).
Anbei die Fotos von unserem Essen. Zum Ceviche muss gesagt werden, dass es mehr war, als es auf dem Bild aussieht, wir hatten nur wieder verpeilt es rechtzeitig zu fotografieren. Insgesamt hat jeder von uns zwei Bissen davon gehabt. Beim Anblick des Tellers hat sich gezeigt,  dass nicht nur die Laune eines Pokpoks erheblich von seinem Sättigungsgrades abhängt.
Als uns der Knochen hingelegt wurde, war der Kellner so schnell weg, dass wir nichtmal nach Verzehrsempfehlungen fragen konnten. Unsere Nachbarn hatten bei unserem Gestocher solches Mitleid mit uns, dass sie ihren Kellner gebeten haben uns zu sagen, wie man es isst. Man lerne und staune: man soll den Knochen von der Seite aushöhlen.  Das Problem dabei war, dass dies nur von der einen Seite ging und zwar nur von der, die nicht großzügig angeschnitten wurde. Die vordere Seite auf dem Bild war nämlich steinhart und weder mit dem Löffel noch mit dem Messer zu bearbeiten. War aber auch nicht so schlimm, das Mark war in erster Linie fettig und in zweiter nichtssagend. Die karamelisierten Zwiebeln im kleinen Gefäß und die vier Brotscheiben waren gut.
Beim Oktapus scheiden sich unsere Geister. Der unterzuckerte Hase fand ihn zäh, ich fand ihm gut auf dem Punkt. Wie auch bei den anderen Sachen fanden wir beide die Portion zu klein.

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Nach dem teuersten Essen der Reise verließen wir das Restaurant und gingen in ein Irish Pub an dem wir mehrmals vorbeigelaufen waren und das nach dem Widersacher Sherlok Homes benannt war.

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Dort bekam der Hase ein Reuben Sandwich und das Pokpok noch eine kleine Suppe. Und schon war die Welt wieder in Ordnung. 

Am nächsten Tag ging es mit den Rucksäcken auf den Rücken nochmal in den Markt um zumindest einmal die Spezialität der Stadt zu essen: Philly Cheese Steak. Dazu kommen dünne Scheiben Fleisch auf den Herd, werden beim Braten kleingehackt und bevor die Stückchen in das Sandwich kommen, wird noch Käse draufgelegt. Der Geschmack ist ganz gut, aber wenn ich die Wahl hätte würde ich das Philly Cheese Steak jederzeit gegen ein Roastbeef Cheese Sandwich aus New New York eintauschen. Vom Markt ging es zum Busbahnhof und von dort nach Washington D.C.

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On the way to Philadelphia (Do 28.06.15 )

Wir hatten das Zimmer in New York nur bis zum Donnerstag und hatten und die Tage vorher schon recht ausführlich überlegt, was unser nächster Stop sein soll. Unsere bisherige Reiseplanung war nur bis New York gegangen. Die Entscheidung fiel für Philadelphia,  da der Hase dort auch noch nie war. Unsere Versuche über AirBnB noch eine Wohnung zu finden scheiterten, so dass wir dann ohne Übernachtungsmöglichkeit losgefahren sind.
Wir hatten uns am Mittwoch noch überlegt, bevor wir losfahren noch am Rockefeller Center hochzufahren, hatten extra noch die Karten geholt (war ja im New York Pass) inklusive. Aber überraschenderweise wäre uns das dann doch zu stressig geworden. Der Plan war dann morgens nach dem Frühstück  (Kaffee und Oatmeal, mal was Leichges zum Aufstehen) direkt zum Busbahnhof zu fahren.

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Zumindest war das der Plan. Laut Googlemaps gab es ca 20 min von uns irgendwo noch ein Büro von Greyhound,  weshalb wir dachten, es wäre besser ohne die Rucksäcke dahin zu gehen und die Tickets zu kaufen. Dort an der Ecke hatte allerdings niemand je etwas von diesem Büro gehört. Also, nach je einem Sandwich beim Deli (von so einem Oatmeal wird man ja nicht satt :-)), wieder ab nach Hause Rucksäcke holen und los Richtung Busbahnhof. Laut Maps kommt man da mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hin indem man zum Bahnhof fährt. Dort wurden wir wieder ca 10 Strassen zurück geschickt. In Nord Süd Richtung sind das zwar nur 10 Minuten, aber wenn es warm ist und man einen Rücksack auf den Rücken hat und es draußen regnet würde man gerne darauf verzichten. Ist ja nicht so, als hätte es nicht auch eine Metro Haltestelle direkt beim Busbahnhof. Googlemaps wollte an dem Tag wohl einfach lustig sein.

Ca 3 Stunden später als ursprünglich vorgehabt haben wir uns dann in den Bus nach Philadelphia gesetzt, nur um kurz danach erst auf dem Pannenstreifen der Autobahn stehen zu bleiben, dann paar Kilometer weiterzufahren und dann an der Raststätte auf einen Ersatzbus zu warten. Laut Fahrer sollten wir im Bus warten, weil der Ersatzbus innerhalb von ein paar Minuten kommen sollte. Also kein Kaffee für den Hasen. Ungefähr 45 min später war es dann auch soweit, dass wir in einen Bus ohne WiFi umsteigen und weiterfahren konnten. Das Problem war, dass wir immer noch nicht wussten, wo wir in Philadelphia übernachten sollten. Das letzte Mädchen,  dass wir über AirBnB angeschrieben hatten, hat uns abgesagt, weil sie die Wohnung nicht rechtzeitig würde reinigen können. Wir hatten kein Internet um zu suchen, keine Ahnung,  wo wir in Philadelphia aussteigen würden und auch keine Karte der Stadt. Also sind wir erstmal sehr planlos mit den Rucksäcken durch die Gegend gelaufen um ein Café mit WiFi zu finden. Irgendwann waren wir dann zufällig in einer sehr hippen Gegend mit vielen Cafès und Restaurants und da der Hunger langsam auch da war, gingen wir in ein italienisches Restaurant in dem groß free WiFi an der Tür stand.
Das Ergebnis: Eine Liste mit diversen Hotels im Umkreis und zwei riesige Portionen mit Essen. Der Hase hat seine Spaghetti mit Monster Meatballs irgendwie geschafft, aber das Pokpok musste trotz der Hilfe des Hasen nach der Hälfte der Gemüsepizza passen. Anbei die Fotos, als Maßstab bei der Pizza hilft das iPhone, da dies heutzutage jeder kennt.

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Der Hase hat ein Stück gegessen, ich drei und die restliche Hälfte hat eine Frau und ihr Sohn bekommen, die an der Straßenecke gebettelt haben. Ach ja, falls sich jemand wundern sollte: dies ist die Medium Pizza, Large wäre nochmal um einiges größer gewesen. Und Small gab es auf der Karte gar nicht. Als wir der Kellnerin gesagt haben, dass das bei uns eine Familienpizza wäre hat sie gemeint, dass sie auch extra Familienpizza hätten, die aber riesig wären.

Haben dann 50m weiter ein Hotel für zwei Nächte gefunden, haben uns kurz ausgeruht und haben in der Dunkelheit noch ein bisschen das Zentrum angeschaut. Anbei die Strasse von unserem Hotel

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Mittwoch 27.05.2015 oder let’s start the day with some Gospel

Den Mittwoch haben wir sehr ruhig angehen lassen. Da es am Abend davor sehr spät geworden ist, durfte der Hase entsprechend länger schlafen. Wir hatten uns zu einer Gospel Tour durch Harlem angemeldet und mussten engsprechend um 11:15 am Treffpunkt sein. Daher war der ursprüngliche Plan, früh genug loszugehen um unterwegs in Ruhe frühstücken zu können. Das haben wir dann aber doch nicht geschafft. Wir kamen erst so spät raus, dass wir direkt zum Treffpunkt fahren mussten. Dort hatten wir immerhin eine Viertel Stunde, etwas Essbares zu finden und es zu essen. Ich werde extrem gereizt, wenn ich hungrig bin, deshalb war es auch keine Option, vor der Tour nichts zu frühstücken. Wir hatten da die Wahl zwischen einem Sandwich von Subway und einem Minimarkt-Deli, der etwas heruntergekommen aussah. Die zwei reisenden Tierchen dieses Blogs versuchen irgendwelche Franchise Ketten zu vermeiden. Besser etwas neues probieren. Im Deli (kommt zwar ursprünglich vom Wort Delikatessen, wird aber in Amerika für Sandwich Läden verwendet) haben wir zwei Riesen-Sandwich bekommen. Einmal ein heißes Roastbeef Cheese Sandwich und eins mit Thunfisch. Aus Zeitgründen haben wir uns erstmal nur das Roastbeef Sandwich geteilt. Und das war das absolut beste Sandwich, das wir beide je gegessen haben. Der Hase ist extra nochmal in den Laden, um genau das dem Koch zu sagen, der sich auch entsprechend gefreut hat.

Wir sind dann in einer recht grossen Gruppe zu einem Neubau gebracht worden, in dem eine Kirche versteckt war. Hiervon gibt es leider keine Fotos, weil im Vorfeld gesagt wurde, dass man auf Fotos verzichten soll. Beim Gottesdienst waren zwar mehr Zuschauer als Gemeindemitglieder, aber es wurde trotzdem sehr laut. Ca 10 bis 15 Leute waren als musikalische Begleitung da. Entsprechend wurde viel gespielt, laut gesungen und von allen die Hände in die Luft gehalten. War eine unglaubliche Stimmung. Und bei der Predigt haben wir dann vor allem eins gelernt: „you  have to show up ready…“ „you have to show up……..ready“  in allen Versionen der Betonung, der Pausensetzung und der Lautstärke fiel dieser Satz wohl ca 30 Mal in einer halben Stunde. Den genauen Hintergrund dazu kann ich nicht wiedergeben, einmal ging es darum, dass man schon „ready“ zur Kirche kommen soll um nicht mehr animiert werden muss, ein anderes Mal ging es darum, jeden Augenblick bereit zu sein für das Wunder, das jeden Augenblick kommen kann und danach, dass man bereit sein soll zu helfen. Also eigentlich soll man einfach immer universell „ready“ sein.
Inklusive des ganzen Rahmenprogramms (singen, beten, jeden Besucher einzeln begrüssen indem die entsprechende Nationalität, bzw. bei Amis den entsprechenden Bundesstaat, aufruft, wozu man aufstehen musste und alle geklatscht haben…) ging der Gottesdienst 1,5 h. Anschliessend hat die Kirche Bagels und Wasser verteilt,  bevor man dann eine kleine Tour durch Harlem gemacht haben. Es ging vorbei am Hotel Theresa, in dem in Zeiten der Rassentrennung die Musiker geschlafen haben, nachdem sie im Hilton oder im Waldorf Astoria die Reichen unterhalten haben. Die Bands und Sänger durften zwar dort spielen, mussten dann aber im Harlem übernachten. Vorbei am Apollo Theater, in dem später auch James Brown, Michal Jacksound viele andere gespielt haben und auch vorbei an dem Platz, an dem auch Nelson Mandela nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis eine Rede gehalten hat. Sehr interessant. wenn jemand mal in New York ist, Zeit hat und nicht nur die ganzen bekannten Sehenswürdigkeiten sehen möchte, ist die Gospel Tour  auf jeden Fall zu empfehlen.

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Und wen man anschließend noch Lust hat auf einen kleinen Milk Shake, sollte man einen Abstecher ins Harlem Shake machen. Das heisst wirklich so, kei e Ahnung, ob es was mit dem Lied zu tun hatte oder nicht. Ich hatte den Diner bei Google gesehen, als ich rausgesucht hatte  wie wir zum Trefpunkt gehen sollten. Da es nicht für s Frühstück gereicht hat, wollten wir dort nur einen Shake trinken. Schliesslich hatten wir noch das riesige Thunfisch Sandwich in der Tasche, welches bei Temperaturen von ca 30°C nicht besser wurde. Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt im Harlem Shake vorbeizugehen.

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Sowohl der Red Velvet shake als auch der Salted Caramel waren unglaublich lecker. Zwar extrem mächtig, aber wir wollten auch nichts davon wegwerfen.

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Anschliesend haben wir uns in Harlem in einen Park gesetzt, um das Brot zu essen. Irgendwann ist uns aufgefallen, dass in dem kleinen Park und dem Spielplatz ausser uns Touristen kein Weißer war. Es ist schon krass zu sehen, dass es trotz der ganzen Kämpfe um Chancengleichheit Stadtviertel gibt, in denen man keinen Weißen sieht. Genauso wie es in einige Vierteln  nur sehr wenige Schwarze / Farbige / Afroamerikaner bzw. generell Nicht-Weiße gibt. Auch interessant: an einem chinesischen Imbiss vor der Tür ein Schild, auf dem nach einem Tellerwäscher gesucht wird. Allerdings nur auf Spanisch. Da sind die Rollen schon sehr eingefahren.

Wir sind nach dem Essen zu einem Fahrradverleih südlich vom Central Park gefahren und haben uns zwei Räder geholt. Mit denen sind wir dann erst am Central Park hoch und dann den Hudson River runter gefahren. Eigentlich hatten wir die Räder für drei Stunden, aber es hat irgendwann so gedonnert und die Wolken hatten sich schon recht hoch aufgetürmt, dass wir bevorzugt haben die Räder zurück zu bringen. Da es die ganzen Tage vorher immer um die 30°C war, hatte ich recht helle dünne Sachen an, die nass rechtdurchsichtig werden. Da wollte ich sicher nicht nass werden und dann quasi nackt durch New York laufen.

Auf dem Heimweg sind wir dann noch bei einem Whole Foods vorbei, so etwas wie ein überdimensionierter Alnatura Laden. Da wir aber am nächsten Tag weiterfahren wollten, hat es sich nicht gelohnt, gross etwas zu kaufen. So standen wir am Ende mit einen Honig-Reis-Keks/ Cracker an der Kasse, den der Hase schon seit Tagen mal probieren wollte. Die Kassiererin  hat uns dann auch entsprechend komisch angeschaut. Kommentar: Wow, wenn ihr euch dafür anstellt muss das ja ein toller Cracker sein.  🙂

Bevor wir heim gegangen sind gab es dann noch leckere Burger und Cheese Fries.

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Dienstag 26.05.2015, New York

Hallo zusammen, es ist inzwischen wieder Sonntag und es wird langsam anstrengend so ausführlich zurückzuschauen. Dacher die letzte Woche im Schnelldurchlauf.

Dienstag:
Es gab Frühstück ans Bett für den Hasen. Also Kaffee, ein Egg and Cheese Sandwich und eine Cinnamon roll

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Anschliessend sind wir mit unseren Gutscheinen indas kleine Museum der City of New York, nur um dort zu hören, dass es  bei den Gutscheinen auch je einen Kaffee und ein Bagel gibt.
Das Museum an sich war zwar klein, aber die Mktarbeiter extrem freundlich und gesprächig. Anbei ein Bild zur Hip Hop Geschichte in New York

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Anschliesend sind wir zum Empire State Building hoch, wobei wir auch ohne Schlange ewig anstehen musste. Nachdem man einmal drin waren kamen nochmal ca 5 verschiedene Stellen zum anstehen. Dafür war es die Aussicht auch wert:

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Von dort ging es mit dem Bus die 42nd  Street entlang zum Hafen, wo wir eine Schifffahrt Richtung Freiheitsstatue gemacht haben.

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Danach sind wir wieder zur Highlane gegangen um noch ein Stück im Abendlicht zu laufen.

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Dort haben wir festgestellt,  dass wir s noch zum ersten Konzert ins Blue Note schaffen könnten. Also schnell wieder nach Greenwich Village gelaufen. Das Konzert hatte zwar schon angefangen,  aber da wir noch nichts gegessen hatten, gab es noch Dumplings to go.

Das Konzert haben wir dann von der Bar aus gehört. Die professionelle Meinung des Hasen dazu: es war gut, aber es waren keine Gewürze dabei. Routiniert aber nicht emotional.
Auf dem Weg zur Subway sind wir dann noch an einer anderen Bar vorbeigekommen,  bei der All time favorits mit einer voll ausgestatteten Band zum besten gegeben wurden. Ca 10 Leute auf der Bühne und die war nicht besonders gross. War eine gute Stimmung. Keine Fotos von alldem, weil ich es verplant habe.

Auf dem Heimweg haben wir uns mit der Metro verfahren und mussten obenrum am Central Park vorbeilaufen um nach Hause zu kommen. Dabei habe ich dann auch meinen ersten lebenden Waschbären gesehen (und danach noch den zweiten u d den dritten). Die Viecher sind riesig und schon total an Menschen gewöhnt. Schon krass, einen Meter an so einem Tier vorbeizulaufen. Vor allem der dritte war gruselig. Der war auf einem Ast auf ca 2 m Höhe. Wollte die Tierchen da nicht mit einer blitzenden Kamera reizen.

Nach einem sehr anstrengenden Tag waren wir durchaus froh, endlich zu Hause anzukommen.

Memorial Day

Heute ist schon Mittwoch und ich habe es eben erst geschafft den Beitrag zum Sonntag zu schreiben. Ab jetzt muss ich mich kürzer fassen, es ist teilweise echt schwer, nachzuvollziehen,was genau wann passiert ist. Bei diesem Urlaub hab ich schon so viel gesehen, da verschwimmen die Ereignisse schon zu einer grossen schwabbligen  Masse.  An der Stelle nochmal ein grosses Danke, an alle, die an der Vorbereitung und Erstellung dieses Blogs beteiligt waren. Bei allen großen Reisen hatte ich  mir vorgenommen, ein Reisetagebuch zu schreiben, aber es nie geschafft. Ich bin mir selbst keine gute Kontrollinstanz, da ist so ein Blog echt besser.

Für alle Leser: ich sehe das ganze als eine Mischung aus Tagebuch und Schreibwerkstatt. Daher kann es durchaus pasieren, dass ich mich in Kleinigkeiten verliere oder es etwas wirr wird. Das liegt vor allem an meinem Kopf. Der ist so wirr, einzelne Gedanken zu entwirren ist kaum möglich. Daher versuche ich auch ein paar Bilder mit einzubauen, dann wisst ihr ungefähr um was es geht, ohne die längeren unlustigen Passagen zu lesen was gelesen zu haben.

Soviel also zum kürzer fassen!
Jetzt aber:
Montag:
Frühstück:
Tamales im Park.

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Das ist eine Maismehl Masse, mit Fleisch oder Ähnlichem in der Mitte. Das Ganze wird in Maisblätter gewickelt und seeehr lange gedämpft. In Mexiko ist das typisch für die Weihnachtszeit, hier gibt es das anscheinend durchgehend das ganze Jahr. Genau wie die Tortillas sich im Norden und im Süden Mexikos unterscheiden (im Norden eher Maistortillas,  im Süden eher aus Weizen), tun es auch die Tamales. Im Norden werden sie im Maisblatt gedämpft, im Süden im Bananenblatt. Gekauft haben wir sie bei einer Frau, die mit einem großen Warmhalte-Topf an der Ecke stand. Gegessen haben wir sie im Park.
Schön war das.

Danach sind wir zum Museum of Natural History und waren zu früh dran. Dafür waren wir a er auch ein paar der ersten die drin waren.

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Highlights:
– unsere private kurze Planetarium Vorstellung
– mein Gewicht auf dem Mond, ich bin ja total abgemagert –> muss mehr essen

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– eine  Scheibe von einem Baum, der ca 2500 Jahre gelebt hat, bevor die Menschen kamen um ihn abzuholzen.

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– ein original Meteorit
– und viele viele ausgestopfte Tiere, die teilweise schon ausgestorben sind

Nach dem Museum hatten wir, wie sollte es anders sein, Hunger. Also ab in die Metro. Unterwegs ein Zwischenstop bei einem Whole food Supermarkt, weil der Hase in Chicago oft in eine  war und wusste, dass ich mich über die riesen Auswahl freuen würde. Nur leider waren auch viele andre auf so eine Idee gekommen, weshalb man keine Möglichkeit hat die ganzen Kuriositäten zu finden. Also wieder raus mit dem Ziel nach Williamsburg zu kommen. Anscheinend das abgesagte alternative Viertel zur Zeit, das aber schon langsam wieder überfahren wird. Beim Versuch umzusteigen standen wir ca 20 Minuten an der Haltestelle ohne dass eine Metro kam. Ich nehme an,  es führ aufgrund des Feiertags keine Metro der Linie M, aber der Typ den wir gefragt hatten wusste es auch nicht. Der Hunger hat und wieder an die Oberfläche getrieben, wo wir uns mit eine Mal zwischen den Bars und Restaurants im  Greenwich wiederfanden. Sehr cool.

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Wir haben erstmal erkundet, was es alles gab, und haben uns für ein italienisches Restaurant entschieden, welches recht voll war, aber gut aussah. Auf dem Weg dorthin zurück hat uns allerdings ein Musiker angesprochen, dass er in dem anderen Laden gleich life Jazz Trompete zur Essensbegleitung spielt. Klang natürlich auch interessant. Nur leider gab es weder Pizza, noch sonst eins der amerikanischen Pastagerichte, die man von Filmen her kennt. Kein Mac ’n cheese, und keine Meatball Spaghetti a la Susi und Strolch. Die Lasagne war ganz gut, die Musikbegleitung vor allem interessant. Wir haben uns den einzigen Tisch rausgesucht, der an der frischen Luft war. Direkt neben den Stufen ins Restaurant.  Neben dem Tisch waren die Fenster offen und in den Bereich zwischen uns und der Bar hat sich der Musiker hingesetzt. Wenn er ein paar weniger falsche Noten gespielt und weniger Alkohol getrunken hätte, wäre er wohl gut gewesen. Seine Begleitung kam aus dem Computer, wobei er immer erst durch alle klicken musste, bis er das gewünschte Lied gefunden hat.

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Am Abend waren wir dann bei einem Konzert zum Memorial day in der Cathedral of Saint John the Divine. Also eigentlich im Park vor der Kirche in dem das Konzert auch übertragen wurde. Als wir um 17:30 ankamen (Beginn 20:00) war eine riesige  Schlange, dass wir davon ausgegangen sind, dass wir eh keine Karten mehr bekommen würden. Aber davon ist wohl auch auszugehen wenn es ein einmal im Jahr ein Gratiskonzert der NY Philharmoniker in der Cathetrale gibt.

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Die Schlange ging nochmal um die Ecke und Leute die da gewartet haben hatten teilweise ihre Picknickdecken dabei. Das Konzert war aber durch die warmen Temperaturen auch im Park super. Sicher nicht ganz so beeindruckend wie drinnen, dafür aber mit Eichhörnchen Begleitung.

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Nachtrag:
Nach dem Konzert gab es dann noch leckere Tacos bei dem Mexikanischen Imbis um die Ecke. Und aus Nostalgiegründen noch einen Maiskolben mexikanische Art (Mayo, Chilli, Käse). Ich hatte mich nur nicht mehr daran erinnert, dass da soo viel Mayonnaise drauf kommt.

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Mittendrin statt nur dabei

Hallo zusammen,
Es tut mir leid, kaum habe ich angefangen, entäusche ich auch schon meine treue und stetig wachsende Fangemeinde ( willkommen Follower3). Ihr seid sicher schon ganzgespannt, wie es am Sonntag wohl weitergegangen ist, nachdem ich total unterzuckert aus dem Bett gekrochen bin.
Es war wohl schon noch recht früh, denn einige Läden in der Strasse waren noch geschlossen. Allerdings haben wir einen kleinen Mexikanischen Imbiss entdeckt, bei dem wir mexikanisches Rührei bekommen haben. Einmal Huevos a la mexicana und einmal mit Chorizo. Dazu Kartoffeln und Tortillas. Schön war das!!! Vor allem auch, mal wieder spanisch zu sprechen, leider ist es schon viel zu lange her.

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Als wir gezahlt haben, hab ich dem Koch noch gesagt, wie sehr ich mich gefreut habe, wieder so zu frühstücken, weil ich seit knapp acht Jahren nicht mehr in den Genuss gekommen bin. Er hat sich so gefreut, dass er mir direkt erklärt hat, wie ich mein Frühstück auch selbst so hinbekommen kann:
Eier anbraten bis sie etwas fest werden, und gegen Ende erst Zwiebeln, Jalapeños und Tomaten dazugeben. Koriander und Salz natürlich nicht vergessen.
Super nett. Nur leider scheitert es bei mir  nie an den Eiern, sondern daran, frische Maistortillas zu finden.
Bis jetzt fand ich die Menschen hier grundsätzlich sehr hilfsbereit.
Anschliessend ging es dann zum Guggenheim Museum, um dort festzustellen, dass ca die zwei Drittel der Sammlung nicht da waren und der Hauptteil des Gebäudes (der runde Aufgang; Rotunde) geschlossen war. Dazu gibt es im Museum jedes Jahr einen Monat, in dem die Bilder aus dem dritten Stock abgehängt werden und stattdessen werden Kunstwerke von Grundschülern ausgestellt. Juhu. Ernsthaft, ein zwölftel des Jahres hängen Wasserfarben-Bilder im Guggenheim Museum. Zur gleichen Zeit sind einige der bekanntesten Werke weggesperrt oder auf Tour, so das am Ende nur noch ca 20 Bilder zu sehen sind. Hier noch ein Bild von der Rotunde. Insgesamt fand ich vor alem auch interessant zu sehen, wie klein das Guggenheim Museum eigentlich ist.
Es wirkt ein bisschen verloren zwischenden ganzen anderen Gebäuden in New York.

Der nächste Stop war dann das Metropolitan Museum of Art. Das war riesig!!!!!  Es befindet sich direkt ein paar Blöcke weiter südlich am Rand vom Central Park.
Ach ja, nur als Info am Rande: wir sind nicht komplett verbildet, aber der Besitz des New York Passes verplichtet schonauch. Wir hatten ganz klar gesagt, dass wir in den ersten Tagen in denen wir den Pass haben, so viel Kultur wie möglich reinpacken, und es dann etwas entspannter angehen werden.
Wir hatten auch nicht damit gerechnet, dass in den ersten drei Tagen durch das Memorial Day Weekend die Stadt derart überrannt wird. Ich habe nachgeschaut,  in allen New Yorker To Do Listen für den Memorial Day wir immer erwähnt,  dass man das WE ausserhalb der Statd verbringen soll. Entsprechend müsste man also davon ausgehen, dass die Stadt leer sein müsste. Wer rechnet denn auch damit, dass die USA auch aus Nicht-New Yorkern besteht  die diese Tage dafür nutzen, möglichst schnell, möglichst viel von dieser Stadt zu sehen.
Ok, zurück zum MET:  Nachdem wir die Karten geholt hatten, sind wir direkt in den nächst gelegenen Eingang rein. Dort wabbert eine Masse von Menschen in dunklen roten Räumen an irgendwelchen chinesischen Kleidern entlang. Die Kleider waren ganz schöne  und  mir ist auch eingefallen, dass ich neulich erst etwas zu dem grossen jährlich stattfindenden Promi-Ball gelesen habe, derzum Spendensameln für diese Ausstellung ausgetragen wurde.
ABER DIESE MENSCHEN! Ich wohne seit fast 4,5 Jahren in der Schweizer Idylle,  so viele Menschen wie in dem Moment sehe ich sonst in einem Jahr!

Als wir in ein halbwegs leeres Treppenhaus geflohen sind, haben wir uns entschlossen, den Rooftop Garden aufzusuchen. Es war angekündigt,  dass Pierre Huyghe den für eine temporäre Ausstellung gestalltet hat. Bei den zeitgenössischen Künstlern kenne ich mich eigentlich nicht aus, aber wenn man einmal im kölner Museum Ludwig eine Ausstellung gesehen hat, in der unter anderem zwischen mehreren verstörenden Filmen, Instalationen und einer echten Ameisenstrasse mitte im Museum ein Mensch mit leuchtender Pyramide als Maske rumlief und auch ein Hund mit einem pink eingefärbten Bein sich frei bewegen konnten, kennt man den Künstler. Daher wollt ich sehen, was davon in New York zu sehen ist. Diesbezüglich waren wir schon ein bisschen enttäuscht,  da recht wenig von ihm zu sehen (ehrlich gesagt ging es mir nur um den Hund, und der war nicht da).
ABER: stattdessen gab es eine absolut beeindruckende Aussicht über den Central Park und die Stadt. Allein dafür hat sich der Aufstieg gelohnt!!!

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Zurück im Museum haben wir und dafür entschieden, die ganzen Bereiche Volkerkunde auszusparen und sind zur Kunst gesprungen. Und plötzlich war es leer um uns herum. 

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Im Museum haben wir nur eine kurze Pause im Amerikanischen Café gemacht (es gibt Hasen, die laufen mit Durecell Batterien,  andere brauchen Kaffee) und trotzdem haben wir nicht mal den ganzen Kunstteil (was wohl ca ein Drittel des Museums ausmacht) gesehen, als wir zwanzig Minuten vorm Schliessen des Museums aufgefordert wurden, uns zum Ausgang zu begeben. Auf dem Weg dahin war ich recht erleichtert zu sehen, dass ich nicht die einzige war, die von der Orientierung in diesen vielen Räumen absolut überfordert war. In der grossen Halle liefen zwei Menschenströme genau entgegengesetzt zueinander. Der eine (incl. wir) in die richtige Richtung, der andere nicht.

Nach einem Schlenker durch den Central Park haben wir uns entschieden zur High Lane zugehen. Einer alten Hochbahnstrecke, die ursprünglich füe die Logistik des Industriegebiets gebaut wurde, aber dann wegen der Verlagerung des Transports auf LKWs nicht mehr genutzt wurde. Inzwischen gibt es also einen Park, der sich über den Strassen und durch Gebäude verläuft. Das ganze Viertel drumrum ist absolut sehenswert und die Stimmung ist super. Ab und zu ein paar Essensstände und unten drunter auch mal Life Musik.

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Auf der Suche nach einer Möglichkeit die Baterien aufzuladen (Hase: Kaffee; Pokpok: Tacos) haben wir dann festgestellt, dass anscheinend der normale Filterkaffee wieder im Kommen ist. Ich hatte auf Spiegel online vor einigen Monaten vom Air-Press Kaffee gelesen, für den es in Berlin auch Meisterschaften gibt und für den man ca 5 Euro pro Tasse zahlt. Und was macht man in New York? Man filtert.

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Den Sonnenuntergang konnten wir dann leider nicht geniessen, weil ein paar Wolken sich davor gedrückt haben. Sind dann stattdessen losgelaufen um zu schauen was im Blue Note gespielt wird. Für alle, die genauso ahnungslos sind wie ich es war: anscheinend ist das eine der bekanntesten Jazz Locations. Als wir dort waren wurde uns gesagt, dass es jeden Abend zwei Auftritte gibt, und der eine um 8 Uhr und der andere um 10:30 stattfindet. Blöd, wenn man um 8:40 ankommt. Für die erste Session lohnt sich derEintritt nicht und aufgrund von bösen Mächten (Jetlag) weiss man genau,  dass man nicht erst um eins zu hause sein möchte.

Hey, tolle Idee: stattdessen können wir ja zum Empire State Building gehen, ist ja in der Nähe… hmm, das schon, aber die Schlange war wieder so lang. Mist. Na dann vielleicht zum Rockefeller Center, die paar Blocks sind doch jetzt kein Problem…. oh, alle Karten für heute ausverkauft, man kann sich aber für Karten für einen anderen Tag in die Schlange stellen.
Inzwischen waren wir wirklich kaputt. Auf der Suche nach der Metro Haltestelle wurden wir dann nochmal um den ganzen Block gelotst. Mit Umsteigen und Sonntags- Fahrplan waren wir dann noch eine gefühlte Ewigkeit unterwegs. Zu Hause konnte ich dann auch nur ins Bett fallen und schlafen.

Samstag in New York

Hi folks,
Erstmal muss gesagt werden: Jetlag haben ist doof! Wo ist denn der Sinn, darin, in New York zu sein, abends gegen 23 Uhr (oder wie ich es sage 5 Uhr morgens in Europa) schafen zu gehen und um 4 Uhr morgens wieder aufzuwachen. Ist mir doch egal, dass es „zu Hause“, wo immer das sein mag, schon 10 ist und ich sonst selten bis nie so lange schlafe. Hier und jetzt ist es fünf Uhr morgens, eine Stunde mit rumwälzen habe ich schon hinter mich gebracht, bevor ich mich  entschlossen habe weiter an meiner Art Reisetagebuch zu schreiben. Da ich so etwas von keiner meiner grossen Reisen in der Ferne gemacht habe, trete ich mir etwas in den Hintern.

Wo bin ich gestern stehen geblieben? Ach ja, Hunger. Er ist auch wieder da, aber sogar ich sehe ein, dass es ein bisschen früh ist runterzugehen und was zu essen zu suchen. Wir erinnern uns, es gibt keinen Aufzug im Haus. Und dieses Haus hat verdammt hohe Decken. Wir sind im 5. Stock, selbst wenn man das Ganze aus deutscher Sicht betrachtet, den untersten Stock als Erdgeschoss zählt und wir entsprechend nur 4 Stockwerke noch mussten, bleiben immer noch vier Stockwerke. Ich halte es heute mit dem Spruch einer Werbesendung, der so sinnlos ist, dass ich mich nach Jahren noch danach richten kann: „sparen Sie die Kalorien, die Sie sonst verbrennen würden“.
Sinnlos? Auf jeden Fall! Korrekt wiedergegeben? Wohl eher nicht. Eine gute Ausrede, das Bett nicht zu verlassen? Auf jeden Fall!!!

Vielleicht ist es dem einen, Follower 1 (in Zukunft genannt „der Hase“), oder dem anderen Leser, Follower zwei (in Zukunft genannt „der Fuchs“), ja schon aufgefallen, dass ich viel schreiben kann ohne viel zu sagen. Eine weitere Unterscheidung meiner Ungebung ist zum aktuellen Zeitpunkt aus Ermangelung weiterer Leser nicht notwendig nicht.

Also nun zurück zu New York:
Es ist mein erstes Mal überhaupt in den USA. Wie es nun kommt, dass ich jetzt hier bin? Der Hase hatte eine Konferenz in Chicago und da haben wir die Gelegenheit genutzt, uns auf dieser (also eigentlich auf der anderen Seite) der grossen Pfütze  zu treffen. Da ich zeitgleich mit der Konferenz geschäftlich auf einer Messe war (passiert sonst nie, nur wenn man andere Events haben könnte), bin ich nicht nach Chicago mitgegangen. Leider ist uns erst nachdem wir alle unsere Tickets gekauft hatten aufgefallen, dass gerade ein Foodfestival oder ähnliches in Chicago stattfindet. Schade, das hätte ich gerne auch noch mitgenommen (falls es je Zweifel gegeben haben sollte: I like food !!!), aber man kann nicht immer alles haben. 
Schluss mit dem Gejammer! Hier ist es toll. Jeder, der schonmal hier war, hat mir gesagt, dass New York zu seine absoluten Lieblingsstädten gehört. Nur einer hat mir erzählt, dass er alle zwei Jahre nach Chicago fliegt, weil er Chicago so viel besser findet.
Am Freitag bin ich also nach drei Tagen Messe und einem langen Tag im Büro zum Flughafen gefahren. Wie von einer Kollegin propgezeit wurde hatte der Delta Airline Flug dann auch tatsächlich Verspätung, allerdings „nur“ 1,5 h, statt wie sie dachte 3h. Dafür war der Flieger dann aber krass leer, so dass ich von meinem Platz in der mittleren Sitzreihe am Gang, auf die zwei leeren Plätze an der Fensterreihe wechseln konnte. Also Platzmässig alles super. Und so konnte ich beim Anfliegen an New York auch einen Blick auf Long Island werfen.
Anschliessend stand ich eine gefühlte Ewigkeit in der Schlange, damit geprüft werden konnte, ob ich vor hatte, mich in dem „Land of the free“ sesshaft zu machen und dem amerikanische Steuerzahler auf der Tasche zu liegen.
Nach dem das geklärt war ging es mit Airtrain, Subway und Metro nach Harlem um den Hasen in der Wohnung zu treffen. Schnell noch an der Ecke einen Burger gegessen (war noch vor meiner Zeit als Bloggerin, daher kein Foto), die Treppen hochgekrabbelt und oben meinen Blog geschenkt bekommen, bevor ich für ein paar Stunden eingeschlafen bin.

Gestern haben wir ins dann auf den Weg Richtung Time Square gemacht, um unsere New York Pässe abzuholen, die wir im Internet gekauft hatten. Ziel: an fünf Tagen soviel wie möglich von New York sehen. Dafür sind wir mit dem Bus am Central Park entlanggefahren (ich bin begeistert, von diesen Fahrern hier. So zuvorkommend, kein Vergleich zu den Bonner Fahrern). Zum Central Park: der ist ja riesig, nur vom Blick auf die Karte hat man kein Gefühl dafür.
Auf dem Weg zur Abholstelle im Planet Holywood erst noch in aller Ruhe gefrühstückt umdann festzustellen, dass der Geheimtip für diese Karten so geheim war, dass wir erst noch ca 1h in der Schlange warten mussten umdranukommen. Anschliessend ein bisschen am Time Square rumgeirrt, im Hersheys Laden gewesen und anschliessend ins MOMA gegangen.
Learnings des Tages:
1. Nervennahrung und was zutrinken mitnehmen. Im Museum selbst dauertes immer, bis man sich sezen kann um was zu bekommen.
2. In einem Museum in dem man noch nicht war, direkt mit den interessantesten Dingen anfangen. Sonderausstellingen von Künstlen, mit denen man früher schon nicht viel anfangen konnte, überspringen ( in diesem Fall Björk und Yoko Ono). Nicht lange alles anschauen und im Audioguide anhören, mit der Hoffnung, doch noch einen Zugang zu diesen Künstlern zu bekommen.
3. Genau nachschauen, wie die Öffnungszeiten sind. Sonst steht man irgendwann, nachdem man beim interessanten Teil angekommen ist, da, und wird freudlich aber bestimmt aufgefordert, das Museum zu verlassen, weil es Samstags um17:30 schliesst.

Nach dieserErfahrung sind wir dann los zum Rockefeller Center um die Aussicht zu geniessen. Sollte ja schnellgehen, wir hatten ja den NewYork Pass und damit das Recht die Fast Lane zu benutzen. Fast Lane heisst in diesem Fall:
Eine riesige Schlange von Menschen mit Gutscheinen oder dem Pass steht vor einem Schalter um die eigentlichen Karten zu holen. Leute OHNE Fast Lane hingegen können sich ihre Karte an einem von ca 10 Automaten kaufen, an denen niemand steht. Merksch selber, oder? Macht gar keinen Sinn. Da ich langsam hangry wurde haben wir es nach einer Viertel Stunde bewegungslosem Anstehen entschieden es aufzugeben. Stattdessen sind wir nach Chinatown gefahren um was zu essen. Da Chinatown direkt an Little Italy liegt, gibt es an einer Strasse italienische Restaurants gegenüber von chinesischen Supermärkten. Unsere Wahl fiel auf eine  veganen Dim Sum Laden. Wobei sich dort alle Gerichte an Fleisch orientiert haben. Man konnte alles haben. Veg. Meat balls, veg. Lamm, veg. Jelly fish, veg. chicken……. interessant war, dass es so gut wie kein Gemüse auf der Karte gab, dabei hätten sie hier nicht extra betone  müssen, dass es vegan ist.

Der Glückskeks hat mir dann gesagt, dass ich Geld oder eine Immobilie erben werde. Irgendwie glaube ich das nicht so ganz. Vor einem Jahr wurde mir von eine  Glückskeks prophezeit, dass ich in Kürze einen neuen Sportwagen erhalten werde. Ich warte immer noch darauf. Keine Ahnung wer die Texte schreibt, aber er soll sich doch bitte wieder auf die bewährten Konfuzius Weisheiten besinnen.

Anschließend sind wir noch zur Brooklin Bridge gegangen, wobei der Aufgang schon recht gut versteckt war. Nach vier Mal fragen, haben wir es sogar gefunden. Tolle Aussicht, nur haben wir durch das Umherirren leider den Sonnenuntergang um ein paar Minuten verpasst. War aber trotzdem toll. image

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In Brooklin sind wir dann in die Metro gestiegen um nach Hause zu fahren.
Soweit zu gestern. Es ist jetzt nach sieben und langsam werde ich müde und hunrig.

JETLAG ICH VERFLUCHE DICH

P.S.: anbeinoch das Foto eines kleinen Süchtigmachers, den wir gestern Nacht vorm Heimgehen noch gekauft haben

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New York oder wie alles begann

Hallo liebe Follower dieses neuen Blogs (die zwei die es aktuell gibt dürfen sich persönlich angesprochen fühlen),

Ab heute gibt es einen neuen Blog, der das Internet flutet… um genau zu sein seit gestern, als mir die Seite geschenkt wurde ( es gab zwar schon zwei ältere Einträge, die kamen aber nicht von mir). Allerdings war meine Aufnahmekapazität und mein Aktionismus nach einer hektischen Woche, nach dem Flug nach New York gestern, der entsprechenden Zeitverschiebung und vor allem wegen eines extremen Schlafmangels sehr reduziert. Jetzt ist es heute Samstag, halb sieben morgens und dank meines Jetlags bin ich schon seit einer ganzen Weile wach. Um den edlen Schenker dieses Blogs, der seine Schlaf sehr schätzt und der auch keinen Jetlag hat, weil er schon seit einer Woche in den USA ist, nicht zu sehr zu piesaken, nutze ich nun die Zeit, zeitlich versetzt mein erster Eintrag zu schreiben.
Wie man hier beginnt?… keine Ahnung.
Ich habe gerade einen Absatz geschrieben, der doppelt so lang ist wie der obere Teil. Den habe ich allerdings verschoben und der jetzt unter „über mich“ zu finden. Zum Anfang kann ich also sagen, er ist konfus. Für die Zukunft kann ich euch aberversprechen, dass es genau so wirr bleiben wird

So, ich bin jetzt schon eine Weile dran mit Tippen, Löschen und verschieben. Das ich alles von einem recht sperrigen Tablet aus schreibe macht es nicht einfacher. Worauf ich damit hinaus will ist folgendes: ICH HABE HUNGER. Bevor ich anfange von meinem Flug gestern, oder von meinem genialen Essen letzte Woche in einem Restaurant in Amsterdam zu erzählen, muss der riesige Krater der in meinem Bauch ist gefüllt werden. Klar könnte ich jetzt aufstehen, zum Bäcker paar Strassen weiter gehen, Essen und Kaffee holen und damit das schlafende Etwas neben mir wecken. Da wir aber in einer Wohnung im fünften Stock eines Aufzuglosen Hauses übernachten, versuche ich meine Wege im Treppenhaus möglichst gering zu halten.
Das heisst, die Schlafmütze wird gleich geweckt und wir gehen gleich mal los, New York zu erkunden.

Daher nun Tschüss für heute und noch einen schönen Tag