Washington
Als wir in Washington angekommen sind, haben wir erstmal wie die Profis die Metrohaltestelle aufgesucht, um dort die Metro zum Hotel zu nehmen. „Hotel?“ wird sich da der aufmerksame Leser wundern. „warum nicht Air BnB?“.
Wir hatten einige Air BnB Leute angeschrieben wobei wir nach einigen Absagen überraschenderweise eine andere Absage bekommen hatten. Diesmal allerdings eine ganz nette. Die Putzfrau käme erst am Tag nach unserer Ankunft in Washington, wir könnten ja am ersten Tag ins Hotel gehen und dann bei Bedarf die Anfrage aktualisieren für die zwei darauffolgenden Tage / bzw. Nächte. Gesagt, getan. Beim Automaten scheiterten wir beim Rauslassen der Tickets und mussten uns durchfragen. Im Hotel „Bier Tavern“ (ja, mit „ie“) liessen wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg die Nachmittagssonne zu nutzen und die Stadt zu erkunden. Der Plan war, an dem Tag erstmals die Stadt zu Fuss zu erkunden und am nächsten Tag eventuell in die Museen zu gehen. Also gab es das volle Programm. Zum Weissen Haus, an alten Häusern vorbei, die alle irgendeine Institution beheimateten, Richtung Chinatown (der Hase mag Dumplings, hatte dort aber doch keinen Hunger), zum Capitol, an der National Mall entlang, vorbei an den diversesten Museen, dort in einem Skulpturengarten rein, dann vom Washington Monument zum Lincoln Memorial um von da über die Brücke nach Arlington zu kommen um den berühmten Friedhof zu sehen und von da aussenrum Richtung Georgetown. Dazwischen immer mal wieder ein paar kleinere Monumente und Sehenswürdigkeiten.
Der werte Leser ist erschlagen von dieser Aufzählung? Wir waren erschöpft vom hin und her Laufen. Stundenlang und ohne Pause.
Bemerkenswert war vor allem, wie kompakt und gleichzeitig auch wie weitläufig diese Stadt ist. Alle wichtigen Gebäude sind auf so engen Raum zusammen aber durch die kleinen Häuser und die breiten Strassen wirkt alles so weitläufig. Na gut, der Eindruck, dass Washington weitläufig ist kam vielleicht auch daher, dass wir nie direkte Wege genommen haben und ständig Umwege gelaufen sind.
Aber mein Highlight dieses Rundgangs war für mich weder das Weisse Haus, noch eines der Monumente, sondern der Skulpturen-Garten. Diverseste Künstler die teilweise eher für ihre Bilder bekannt sind haben dort ein Kunstwerk hinterlassen. Wir sind einmal durchgelaufen und als wir am Café vorbei Richtung Ausgang gelaufen sind sehen wir zwischen den Bäumen etwas farbiges. Auf den ersten Blick dachten wir, dass es sich hierbei um ein Graffiti handeln muss. Dann haben wir aber festgestellt, das in der dunklen Ecke hinter dem Café ein grosses Mosaik zu sehen war, gut versteckt in den Bäumen. Keiner schien Interesse daran zu haben, so dass wir den Chagall ganz alleine geniessen könnten. Das klingt vielleicht übertrieben theatralisch, aber es ist wirklich sehr beeindruckend, wenn man zwischen einiger Bäume auf einer Steinbank sitzt und unbemerkt von anderen ein solches Kunstwerk betrachten kann.
Am Abend haben wir uns dann mit Müh und Not nach Georgetown gekämpft, wobei uns auffiel, dass es zum einen ein cooles Eckchen ist und zum anderen Freitag Abend war. Die Strassen waren brechend voll und die Hälfte der Leute entschied sich, dass ein Samstagabend am besten in der Schlange zu einem Cupcake Laden verbracht werden kann.
Wir suchten stattdessen etwas richtiges zu essen und landeten beim Vietnamesen. Dort gab es zumindest als Vorspeise Dumplings für den Hasen. Aufgrund des akuten Hungergefühls gibt es keine fotografische Dokumentation dieses Essen. Es war lecker und entsprechend schnell vernichtet.
Anschliessend haben wir interessehalber nachgeschaut, wie lang die Schlange war und festgestellt, dass der Laden um 9 pm geschlossen hatte und entsprechen nur noch ca 20 Menschen davorstanden weil es wohl cool war, an der Ecke zu stehen.
Die nächsten 15 Minuten sind wir ins Hotel gekrochen und ins Bett gefallen.

































































