On my way to eat Trdelnik

Uiuiuu, es ist so weit. Ich sitze im Zug. Zum Zug. Zum Nachtzug um genau zu sein. Noch genauer: ich fahre gerade nach Zürich, um dort in den Nachtzug nach Prag zu steigen. Meine erste Fahrtmit dem Nachtzug. In ca 17 Stunden werde ich wahrscheinlich sehr glücklich aussteigen, entweder weil ich endlich raus bin, oder weil ich so erholt und ausgeschlafen ankomme. Nachdem es in den lezten Tagen anscheinend einen  grossen Feldversuch der offenen Psychiatrie gegeben hat, freue ich mich nun auf mein in beide Richtungen verlängertes Wochenende.
Die Fahrt werde ich nun nutzen, ein paar Berichte, die ich vor ein paar Monaten begonnen habe, zu Ende zu bringen. Naja, ich plane das zumindest so, wahrscheinlich wird daraus nichts. Jetzt freue ich mich erstmal auf das Umsteigen in Zürich. Da dort ein Weihnachtsmarkt mitten im Bahnhofsgebäude ist,   kann man sich schon sehr gut auf Prag einstimmen. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es in Zürich ein paar überdimensionierte Schmarotzki-Kunstwerke zu bestaunen. Ausserdem muss ich meinen Reiseproviant aufstocken. Ca 15 Stunden Fahrt,  von denen ich (hoffentlich) 8 Stunden schlafen werde, da reicht eine Scheibe Brot nicht aus. Und drei Orangen. Und ein paar geschälte Maronen. Und paar Kirschtomaten. Und ca ein Kilo Kartoffelstampf (Püree in der Schweiz). Und ein Schokoriegel. ICH KÖNNTE VERHUNGERN!!!
Und was meint ihr, wie traurig das Kaninchen dann wäre, wenn es am Freitag nach seinem Vortrag in die Air B’n B Wohnung kommt und da sitzt  nur ein ausgemergeltes Skelett. Dat wäre nicht gut. So, an dieser Stelle kommt eine Pause (vom schreiben, nicht vom lesen) weil mir nichts geistreiches mehr zu dem Bericht einfällt. Fortsetzung siehe nächsen Absatz. Bis dahin esse ich wohl den Schokoriegel.
So, meine Vorräte sind aufgestockt. Zwei Bürli, ein Schoggi-Gipfeli und einen Multivitaminsaft sind dabei rausgekommen. Dafür habe ich, seit i h im Zug sitze, schon meine Scheibe Brot, mein belegtes Bürli und ein Drittel vom Stampf gegessen.  Zum aufenthalt in Zürich anbei der Swarowski-Baum und meine Gleisanzeige.

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Der Zug ist geräumig und noch nicht ausgelastet. Kann noch werden. Es gibt genug Zwischenhalte bei denen niemand aussteigt. Grosstes Problem: ich finde keine Steckdosen. Und ich habe nur das Tablett als Bespaßung. Gleichzeitig brauch ich das um in Prag zurecht zu kommen. Mist. Hätte ich gewusst, dass es noch Züge ohne Steckdosen gibt, hätte ich 20% Akku nicht mit mässig interessanten Spiegelartikeln verdaddelt… oder mit diese  Text.

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So, die Nacht ist vorbei. Es ist neun Uhr und ich hatte gerade einen Kurzaufenthalt in Dresden. Fazit der Fahrt bis hier: lässt sich gut machen.soweit ich es mitbekommen habe, saß kein Alleinereisender neben jemand anders. Trotz einiger Zwischenhalte in der Nacht, als es etwas hektischer wurde, konnte man gut schlafen und bin erstaunlich fit. Seit Leipzig bin ich wach, also gegen 6:30, was für mich schon so etwas wie ausschlafen ist. In Dresden kamen wir gegen 8:10 an und es kam die Ansage, dass es um 9:07 weitergeht. Also erstmal raus aus dem Zug, durch den Bahnhof laufen zum Beine vertreten, im Lidl Handyguthaben und eine Pomelo kaufen. Als ich gerade den Laden verlassen hatte, reisst das Netz mit der Trageschlaufe. Um die Pomelo nicht im Arm durch die Gegend zu tragen, wollte ich sie zum Zug bringen. Ich konnte ihm nur noch hinterher sehen. Waahh!!! Pomelo und ich sind also ersmal zum Info Schalter und haben uns beruhigen lassen. Der Zug sei nur abgestellt worden, komme aber wieder. Pom und ich machten uns also wieder auf den Weg durch die Bahnhofsshops. Bilanz: direkt am Bahnhof ist Dresden morgens um 8:30 nicht sonderlich spektakulär. Dafür hab ich mir noch einen Reiseführer und einen Kaffee gekauft (dazu noch ein Franzbrötchen, für den Fall, dass man doch noch, mal Hunger bekommt.)

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Zurück im Zug habe ich dann festgestellt,  dass mein Wagen bis auf drei  Leutchen leer war. Wir sitzen nun also zu viert in diesem Wagen und fahren weiter. Ich weiss ja nicht, was dia anderen gezahlt haben, aber mein Ticket für 29€ trägt sicherlich nicht sonderlich zur Kostendeckung bei.  Ich beschwere mich nicht, sondern geniesse die Fahrt und vor allem die Aussicht.

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So, bin endlich in Prag angekommen, der Aufenhalt wird im nächsten Beitrag erwähnt.

Bis demnächst (oder auch viel später),
Euer Pokpok

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