Hallo zusammen,
Es wird mal wieder Zeit, etwas auf dem Pokpok Blog zu veröffentlichen. Der Fuchs, ein treuer Follower und Fan, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich:
a) schon sehr lange nichts geschrieben habe und
b) bisher noch nichts geschrieben habe, was darauf schließen lässt, dass dies ein Foodblog sein soll.
Um ehrlich zu sein, liegt die Schreibhemmung (S) weniger am Nicht-Wollen (W), als eher an der Summe anderer Faktoren. Ich versuche diese mal zu parametrisieren (ein Wort, dass ich heute gelernt habe):
Zeitmangel (Z): nicht nur relativ, sondern absolut. Durch das ganze Gependel morgens und Abends plus der momentan übermäßigen Arbeit, komme ich nicht nur nicht zum Bloggen, sondern auch nicht zum Kochen
Unfähigkeit (u): falls ich denn mal koche, bin ich unfähig, zusätzlich währenddessen auch noch Fotos zu machen und das Essen nicht anzubrennen.
Erzählweise (e): Noch dazu werden Blogbeiträge ohne Fotos nicht gelesen, besonders dann nicht, wenn der Blogger eine sehr ausschweifende Erzählweise hat und ein riesiger, langatmiger Blocktext entsteht.
Volatilität der Muse (V): Selbst wenn mich mal die Muse küsst und ich anfange etwas zu schreiben (über nicht essens-relevante Themen und i. d. R. bilderlose Mammut-Texte), ich diese Beiträge nie im gleichen Tag fertig bekomme. Am nächsten Tag ist die Muse dann weg und die Texte warten halb abgeschlossen darauf, auch mal in die Öffentlichkeit zu gelangen.
Dies führt zu folgender Formel:
S=Z*u +e^V
Mein besorgter Follower hat mich nun gebeten trotz allem diverse Rezepte online zu stellen. Auf meine Einwände und meine Ankündigung, dass sich schon Gast-Blogger gemeldet haben um ihre Erfahrungen auf dem Pokpok-Blog zu teilen, hat der Follower insistiert, dass ein Beitrag meinerseits trotzdem notwendig wäre, selbst wenn dies nur mit der Absicht geschehen würde, anzukündigen, dass es Gast-Beiträge geben wird (wurde hiermit offiziell gemacht).
Da ich nun schon soweit gekommen bin und so viel geschrieben habe, werde ich dem Fuchs nun noch den weiteren Gefallen erfüllen: ich werde den Bann brechen, indem ich mein erstes Rezept (inkl. Bilder der Zubereitung) online stelle, welches zum Allgemeinwissen gehört und das auch jeder Laie ohne großen Aufwand selbst nachkochen kann:
How to make… a herbal infusion:
Jeder, der schonmal einen Kräutertee kochen wollte, aber nicht wusste, wie dies geht, kann nun hier die Grundlagen lernen. Dazu braucht ihr:
– Wasser
– einen Beutel Kräutertee (alternativ gehen auch frische oder getrocknete Kräuter)
Der erste Schritt beim Tee kochen ist das Wasser kochen. Ich nehme dafür einen Wasserkocher und schalte ihn ein, aber mit einem funktionierenden Herd und einem Topf (in den das Wasser gegeben wird) ist ein vergleichbares Ergebnis (kochendes Wasser) zu erreichen.
Parallel dazu wird der Teebeutel ausgepackt und in die Tasse gehängt.
Anschließend wird das kochende Wasser zum Teebeutel in die Tasse gegossen:
Das Ergebnis dieser Arbeit möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:
Der so gewonnene Teesud kann ganz nach Geschmack mit Zucker, Honig oder Kandiszucker nachgewürzt werden.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen. Falls es nicht auf Anhieb klappen sollte, lasst euch nicht entmutigen. Jeder hat mal klein angefangen und Übung macht den Meister.
Hinweis: Es gibt verschiedene Variationen dieses Rezepts. Für Früchtetee nimmt man getrocknete Früchte, die für die Verwendung im Früchtetee meist zusätzlich aromatisiert werden. Beim Schwarztee verwendet man die fermentierten und getrockneten Blätter des Teestrauchs und beim Grüntee nur die getrockneten Blätter des Teestrauchs. VORSICHT: bei allen Variationen für die man Blätter der Teepflanze verwendet, sollte man auf die Ziehzeit der Teebeutel und die Temperatur des Wassers achten. Da die Präferenzen stark voneinander abweichen, kann man sich anfangs an den Angaben der Teepackung orientieren und damit experimentieren.
An dieser Stelle möchte ich mich gerne beim Hasen bedanken, ohne dessen Inspiration und seiner Hilfe beim Lampenhalten und Wassereingiessen ich dieses Rezept sicher nicht in dieser Qualität hätte posten können.
Vielen Dank für das Lesen. Ich freue mich auf eure Kommentare.
Viele Grüsse,
Euer Pokpok




Großartig, weiter so! Dank der detaillierten Erklärungen und der tollen Bilder hat mein Kräutertee auf anhieb geklappt. Toller Sonntag Morgen!
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Es ist so einfach, Bob !!!
Euer Teleshop ist echt genial, ich guck ihn jeden Morgen von 11-16 Uhr !!!
Vielleicht trau ich mich sogar mal, euer Rezept nachzukochen – das wäre auch eine Premiere für mich !!!
Leider hab ich die Einblendung der Tel-Nr. verpasst, unter der man das Set
(Kocher + Beutel + Gewürzregal + Teewasser) bestellen kann :(((((((
Bis dahin weiter mit Essen auf Rädern + Kochlöffel-Resterampe 😦
Eure Saskia
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