Food in Philadelphia (29.06.-30.06.2015)

Am Freitag sind wir erstmal zum Reading Terminal Market gegangen. Da wir absolut planlos nach Philadelphia gefahren sind und keine Ahnung hatten, was man dort eigentlich gross machen kann, mussten wir erst ordentlich in Google recherchieren. Suchbegriff „Philadelphia to do“. Dabei haben wir gelernt, dass der Markt die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit ist (natürlich je nach Zählart und Statistik). Was Essen angeht muss man uns aber generell nicht lange überreden, also haben wir uns morgens auf dem Weg gemacht und festgestellt,  dass der Markt direkt im Gebäude neben dem Busbahnhof stattfindet. Der Markt war super. Es gab einzelne Stände mit Gemüse und Sachen fürzu Hause, aber in erster Linie war er voll mit Essensständen.

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Um nicht zuviel Platz im Magen unnötig zu verschwenden,  haben wir uns entschlossen, besser nur eine Portion einer Sache zu nehmen und dann noch etwas anderes zu essen. Erst gab es Jambalaya, ein Reisgericht aus Jamaika und den Südstaten. Hatte es zwar schon mehrmals gehört, aber noch nie gegessen.

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War ganz nett, aber wir waren auch froh, nur eine Portion genommen zu haben. Anschliessend fiel unsere Entscheidung auf Strawberry Pancakes von den Dutch People. Das sind nicht etwa Holländer, wie der Name vermuten lässt, sondern die Bezeichnung für die religiösen Gemeinschaften (Mennuniten, Amish People…), die unter anderem auch östlich vo  Philadelphia ansässige sind. Die Entscheidung nur eine Portion zu nehmen, erwiess sich als sehr vorausschauend.  Neben uns an der Bar saß ein Pärchen,  die erst je eine Portion Oatmeal hatten, bevor dann zwei Portionen Panncakes und eine Portion etwas anderes kamen. Die beiden haben uns für unsere Voraussicht beneidet. Anbei unsere Portion Panncakes, die von der Kellnerin schon auf zwei Teller gebracht wurde (Besteck hat die gleichen Dimensionen wie in Europa):

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Beim rechten Teller (Hase) sieht man noch etwas von dem Butterklops, der mitgeliefert wurde. Ich hingegen habe die komplette Butter auf dem Pancake schmelzen lassen *stolz*

Gut gesättigt haben wir uns dann dran gemacht die Stadt zu erkunden. Philly hat sicher mehr zu bieten, als nur den Prinz von BelAir. Nach dem Kulturprogramm von New York wollten wir es ruhig angehen lassen. Nach der Besichtigung der Liberty Bell (nur von aussen, da wir keine Lust hatten, uns zwischen irgendwelche Schulklassen zu zwängen) ging es im Zickzack Kurs durch die Stadt.

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Wir kamen an der Altstadt vorbei, sind durch Parks gelaufen, haben vor dem Schiffsmuseum Schiffe und U-Boote vor Anker liegen sehen, haben der Rocky Statue einen Besuch abgestattet und haben das älteste Gefängnis der USA gesehen.
 

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Außerdem haben wir sehr viele Wandmalereien gesehen, die man nicht nur als Graffitis bezeichnen kann. Anbei eine kleine Auswahl:

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Am Abend haben wir ewig gesucht,  bis wir uns entschieden haben, wo wir essen wollten.  Das lag nicht daran, dass es nichts ansprechendes gab, sondern im Gegenteil daran, dass die Auswahl zu groß war. Man dachte immer, dass der nächste Laden vielleicht noch toller wäre.
Am Ende sind wir in einen Laden, der keine Karte im Fenster hatte, weshalb wir wohl beide unsere Idealvorstellungen hatten. Das Essen war in Ordnung,  aber die Portionen winzig. OK, das lag wohlauch an unserer Auswahl, denn die Sandwiches des alten Paares neben uns waren riesig.

Wir hatten drei Sachen genommen. Einmal Ceviche,  was unter Vorspeisen stand und von dem Teil Sachen zum Teilen gab es den gegrillten Oktapus und einmal Roasted Bone Marrow (worunter wir uns absolut nichts vorstellen konnten).
Anbei die Fotos von unserem Essen. Zum Ceviche muss gesagt werden, dass es mehr war, als es auf dem Bild aussieht, wir hatten nur wieder verpeilt es rechtzeitig zu fotografieren. Insgesamt hat jeder von uns zwei Bissen davon gehabt. Beim Anblick des Tellers hat sich gezeigt,  dass nicht nur die Laune eines Pokpoks erheblich von seinem Sättigungsgrades abhängt.
Als uns der Knochen hingelegt wurde, war der Kellner so schnell weg, dass wir nichtmal nach Verzehrsempfehlungen fragen konnten. Unsere Nachbarn hatten bei unserem Gestocher solches Mitleid mit uns, dass sie ihren Kellner gebeten haben uns zu sagen, wie man es isst. Man lerne und staune: man soll den Knochen von der Seite aushöhlen.  Das Problem dabei war, dass dies nur von der einen Seite ging und zwar nur von der, die nicht großzügig angeschnitten wurde. Die vordere Seite auf dem Bild war nämlich steinhart und weder mit dem Löffel noch mit dem Messer zu bearbeiten. War aber auch nicht so schlimm, das Mark war in erster Linie fettig und in zweiter nichtssagend. Die karamelisierten Zwiebeln im kleinen Gefäß und die vier Brotscheiben waren gut.
Beim Oktapus scheiden sich unsere Geister. Der unterzuckerte Hase fand ihn zäh, ich fand ihm gut auf dem Punkt. Wie auch bei den anderen Sachen fanden wir beide die Portion zu klein.

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Nach dem teuersten Essen der Reise verließen wir das Restaurant und gingen in ein Irish Pub an dem wir mehrmals vorbeigelaufen waren und das nach dem Widersacher Sherlok Homes benannt war.

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Dort bekam der Hase ein Reuben Sandwich und das Pokpok noch eine kleine Suppe. Und schon war die Welt wieder in Ordnung. 

Am nächsten Tag ging es mit den Rucksäcken auf den Rücken nochmal in den Markt um zumindest einmal die Spezialität der Stadt zu essen: Philly Cheese Steak. Dazu kommen dünne Scheiben Fleisch auf den Herd, werden beim Braten kleingehackt und bevor die Stückchen in das Sandwich kommen, wird noch Käse draufgelegt. Der Geschmack ist ganz gut, aber wenn ich die Wahl hätte würde ich das Philly Cheese Steak jederzeit gegen ein Roastbeef Cheese Sandwich aus New New York eintauschen. Vom Markt ging es zum Busbahnhof und von dort nach Washington D.C.

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