Hi folks,
Erstmal muss gesagt werden: Jetlag haben ist doof! Wo ist denn der Sinn, darin, in New York zu sein, abends gegen 23 Uhr (oder wie ich es sage 5 Uhr morgens in Europa) schafen zu gehen und um 4 Uhr morgens wieder aufzuwachen. Ist mir doch egal, dass es „zu Hause“, wo immer das sein mag, schon 10 ist und ich sonst selten bis nie so lange schlafe. Hier und jetzt ist es fünf Uhr morgens, eine Stunde mit rumwälzen habe ich schon hinter mich gebracht, bevor ich mich entschlossen habe weiter an meiner Art Reisetagebuch zu schreiben. Da ich so etwas von keiner meiner grossen Reisen in der Ferne gemacht habe, trete ich mir etwas in den Hintern.
Wo bin ich gestern stehen geblieben? Ach ja, Hunger. Er ist auch wieder da, aber sogar ich sehe ein, dass es ein bisschen früh ist runterzugehen und was zu essen zu suchen. Wir erinnern uns, es gibt keinen Aufzug im Haus. Und dieses Haus hat verdammt hohe Decken. Wir sind im 5. Stock, selbst wenn man das Ganze aus deutscher Sicht betrachtet, den untersten Stock als Erdgeschoss zählt und wir entsprechend nur 4 Stockwerke noch mussten, bleiben immer noch vier Stockwerke. Ich halte es heute mit dem Spruch einer Werbesendung, der so sinnlos ist, dass ich mich nach Jahren noch danach richten kann: „sparen Sie die Kalorien, die Sie sonst verbrennen würden“.
Sinnlos? Auf jeden Fall! Korrekt wiedergegeben? Wohl eher nicht. Eine gute Ausrede, das Bett nicht zu verlassen? Auf jeden Fall!!!
Vielleicht ist es dem einen, Follower 1 (in Zukunft genannt „der Hase“), oder dem anderen Leser, Follower zwei (in Zukunft genannt „der Fuchs“), ja schon aufgefallen, dass ich viel schreiben kann ohne viel zu sagen. Eine weitere Unterscheidung meiner Ungebung ist zum aktuellen Zeitpunkt aus Ermangelung weiterer Leser nicht notwendig nicht.
Also nun zurück zu New York:
Es ist mein erstes Mal überhaupt in den USA. Wie es nun kommt, dass ich jetzt hier bin? Der Hase hatte eine Konferenz in Chicago und da haben wir die Gelegenheit genutzt, uns auf dieser (also eigentlich auf der anderen Seite) der grossen Pfütze zu treffen. Da ich zeitgleich mit der Konferenz geschäftlich auf einer Messe war (passiert sonst nie, nur wenn man andere Events haben könnte), bin ich nicht nach Chicago mitgegangen. Leider ist uns erst nachdem wir alle unsere Tickets gekauft hatten aufgefallen, dass gerade ein Foodfestival oder ähnliches in Chicago stattfindet. Schade, das hätte ich gerne auch noch mitgenommen (falls es je Zweifel gegeben haben sollte: I like food !!!), aber man kann nicht immer alles haben.
Schluss mit dem Gejammer! Hier ist es toll. Jeder, der schonmal hier war, hat mir gesagt, dass New York zu seine absoluten Lieblingsstädten gehört. Nur einer hat mir erzählt, dass er alle zwei Jahre nach Chicago fliegt, weil er Chicago so viel besser findet.
Am Freitag bin ich also nach drei Tagen Messe und einem langen Tag im Büro zum Flughafen gefahren. Wie von einer Kollegin propgezeit wurde hatte der Delta Airline Flug dann auch tatsächlich Verspätung, allerdings „nur“ 1,5 h, statt wie sie dachte 3h. Dafür war der Flieger dann aber krass leer, so dass ich von meinem Platz in der mittleren Sitzreihe am Gang, auf die zwei leeren Plätze an der Fensterreihe wechseln konnte. Also Platzmässig alles super. Und so konnte ich beim Anfliegen an New York auch einen Blick auf Long Island werfen.
Anschliessend stand ich eine gefühlte Ewigkeit in der Schlange, damit geprüft werden konnte, ob ich vor hatte, mich in dem „Land of the free“ sesshaft zu machen und dem amerikanische Steuerzahler auf der Tasche zu liegen.
Nach dem das geklärt war ging es mit Airtrain, Subway und Metro nach Harlem um den Hasen in der Wohnung zu treffen. Schnell noch an der Ecke einen Burger gegessen (war noch vor meiner Zeit als Bloggerin, daher kein Foto), die Treppen hochgekrabbelt und oben meinen Blog geschenkt bekommen, bevor ich für ein paar Stunden eingeschlafen bin.
Gestern haben wir ins dann auf den Weg Richtung Time Square gemacht, um unsere New York Pässe abzuholen, die wir im Internet gekauft hatten. Ziel: an fünf Tagen soviel wie möglich von New York sehen. Dafür sind wir mit dem Bus am Central Park entlanggefahren (ich bin begeistert, von diesen Fahrern hier. So zuvorkommend, kein Vergleich zu den Bonner Fahrern). Zum Central Park: der ist ja riesig, nur vom Blick auf die Karte hat man kein Gefühl dafür.
Auf dem Weg zur Abholstelle im Planet Holywood erst noch in aller Ruhe gefrühstückt umdann festzustellen, dass der Geheimtip für diese Karten so geheim war, dass wir erst noch ca 1h in der Schlange warten mussten umdranukommen. Anschliessend ein bisschen am Time Square rumgeirrt, im Hersheys Laden gewesen und anschliessend ins MOMA gegangen.
Learnings des Tages:
1. Nervennahrung und was zutrinken mitnehmen. Im Museum selbst dauertes immer, bis man sich sezen kann um was zu bekommen.
2. In einem Museum in dem man noch nicht war, direkt mit den interessantesten Dingen anfangen. Sonderausstellingen von Künstlen, mit denen man früher schon nicht viel anfangen konnte, überspringen ( in diesem Fall Björk und Yoko Ono). Nicht lange alles anschauen und im Audioguide anhören, mit der Hoffnung, doch noch einen Zugang zu diesen Künstlern zu bekommen.
3. Genau nachschauen, wie die Öffnungszeiten sind. Sonst steht man irgendwann, nachdem man beim interessanten Teil angekommen ist, da, und wird freudlich aber bestimmt aufgefordert, das Museum zu verlassen, weil es Samstags um17:30 schliesst.
Nach dieserErfahrung sind wir dann los zum Rockefeller Center um die Aussicht zu geniessen. Sollte ja schnellgehen, wir hatten ja den NewYork Pass und damit das Recht die Fast Lane zu benutzen. Fast Lane heisst in diesem Fall:
Eine riesige Schlange von Menschen mit Gutscheinen oder dem Pass steht vor einem Schalter um die eigentlichen Karten zu holen. Leute OHNE Fast Lane hingegen können sich ihre Karte an einem von ca 10 Automaten kaufen, an denen niemand steht. Merksch selber, oder? Macht gar keinen Sinn. Da ich langsam hangry wurde haben wir es nach einer Viertel Stunde bewegungslosem Anstehen entschieden es aufzugeben. Stattdessen sind wir nach Chinatown gefahren um was zu essen. Da Chinatown direkt an Little Italy liegt, gibt es an einer Strasse italienische Restaurants gegenüber von chinesischen Supermärkten. Unsere Wahl fiel auf eine veganen Dim Sum Laden. Wobei sich dort alle Gerichte an Fleisch orientiert haben. Man konnte alles haben. Veg. Meat balls, veg. Lamm, veg. Jelly fish, veg. chicken……. interessant war, dass es so gut wie kein Gemüse auf der Karte gab, dabei hätten sie hier nicht extra betone müssen, dass es vegan ist.
Der Glückskeks hat mir dann gesagt, dass ich Geld oder eine Immobilie erben werde. Irgendwie glaube ich das nicht so ganz. Vor einem Jahr wurde mir von eine Glückskeks prophezeit, dass ich in Kürze einen neuen Sportwagen erhalten werde. Ich warte immer noch darauf. Keine Ahnung wer die Texte schreibt, aber er soll sich doch bitte wieder auf die bewährten Konfuzius Weisheiten besinnen.
Anschließend sind wir noch zur Brooklin Bridge gegangen, wobei der Aufgang schon recht gut versteckt war. Nach vier Mal fragen, haben wir es sogar gefunden. Tolle Aussicht, nur haben wir durch das Umherirren leider den Sonnenuntergang um ein paar Minuten verpasst. War aber trotzdem toll.
In Brooklin sind wir dann in die Metro gestiegen um nach Hause zu fahren.
Soweit zu gestern. Es ist jetzt nach sieben und langsam werde ich müde und hunrig.
JETLAG ICH VERFLUCHE DICH
P.S.: anbeinoch das Foto eines kleinen Süchtigmachers, den wir gestern Nacht vorm Heimgehen noch gekauft haben


yeah! weiter so! wir haben gerade in der Sonne Berlins tränen gelacht!
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